Die Bank of Scotland ist eine global tätige Geschäftsbank mit großer Tradition. Die schottische Bank betreut Privat und Geschäftskunden und hat ihren Hauptsitz in Edinburgh. Wichtig ist, die Bank of Scotland nicht mit Royal Bank of Scotland zu verwechseln. Beide Unternehmen sind nicht mit einander verknüpft. Die Bank of Scotland ist seit Januar 2009 der Lloyds Banking Group plc. untergeordnet. Über 140.000 Mitarbeiter sind durch die Lloyds Banking Group beschäftigt und betreuen mehr als 30 Millionen Kunden im privaten und geschäftlichen Bereich.
Im Gründungsjahr 1695 wurde die „The Governor and Company of the Bank of Scotland“ durch den Erlass eines Gesetzes, initiiert von dem schottischen Parlament, ins Leben gerufen. Bis heute ist die Bank of Scotland die einzige kommerzielle Institution die durch das schottische Parlament gegründet wurde. Im Jahr 2001 fusionierte die Bank of Scotland mit der Halifax Group. Aus dieser Fusion resultierte die Halifax Bank of Scotland Gruppe. Wie bereits erwähnt gehört sie seit 2009 zur Lloyds Banking Group. Die Bank of Scotland ist keine klassische Zentralbank und agierte bis 2010 hauptsächlich in Schottland und Irland. Seit August 2010 steht jedoch fest, dass die Bank of Scotland ihre Geschäfte als sogenannte „licensed bank“ in Irland bis Dezember aufgeben wird.
Als einige der wenigen Banken in Schottland ist die Bank of Scotland neben der Royal Bank of Scotland und der Clydesdale Bank dazu berechtigt Banknoten auszugeben. Dieses Privileg ist sehr wichtig, die Banken müssen sich bei der Banknotenausgabe streng an die Vorgaben der Bank of England halten.
Die Bank of Scotland wurde in den letzten Jahren auch in Deutschland immer aktiver. Seit 1998 existiert ein Büro der Bank of Scotland Corporate (Bereich Unternehmensfinanzierungen) in Frankfurt am Main. Im Januar 2009 erweiterte die Bank of Scotland mit Hauptsitz Berlin das Geschäft im Privatkundenbereich in Deutschland. Als Direktbank bietet die Bank of Scotland Tagesgeld- und Festgeldkonten im Internet an. Bereits im Startjahr konnte die Bank 100.000 neue Privatkunden verzeichnen und ein Einlagenvolumen von 1,50 Milliarden Euro generieren.
Die Einlagen der deutschen Kunden sind im Rahmen der britischen Einlagensicherung geschützt. Diese wurde durch den „Banking Act“ im Jahre 1987 ins Leben gerufen und 1995 angepasst. Aktuell beträgt diese Einlagensicherung 50.000 Pfund, dies entspricht etwa 60.000 Euro. Seit 2009 schreibt die EU eine Einlagensicherung von 50.000 Euro vor, diese Richtlinie wird somit erfüllt. Ab 2011 wird dieser Betrag auf 100.000 Euro angehoben. Ein Einlagensicherungsfond wurde bislang nicht eingerichtet. Die Bank of Scotland hat sich mittlerweile so auf dem deutschen Markt vor allem als sogenannte Direktbank etabliert.